Traditionelle Lebensmittel aus Österreich
Elsbeeren
Von Rosenzweig - Selbst fotografiert, CC BY-SA 3.0, Link

Elsbeeren

Die Elsbeere (sorbus torminalis) ist ein Kernobstgewächs aus der Gattung der Mehlbeeren inner­halb der Familie der Rosengewächse. Die Elsbeere ist ein sommergrüner Laubbaum, der Wuchshöhen von 15 bis 25 Metern, im Wald manchmal über 30 Meter erreicht. Die Borke ist bei älteren Bäumen häufig asch-grau und kleinschuppig. Man kann die Borke der Elsbeere leicht mit einer Eichenrinde verwechseln. Die Elsbeere ist ein Tiefwurzler. Manche Elsbeeren-Exem­plare werden bis zu einhundert Jahre alt, in seltenen Fällen auch älter.
Die Elsbeere wächst meist an wärmeren Lagen, südlich exponierten Hängen und Gebirgskämmen. Sehr hohe Solitärbäume findet man in der Nähe von Brand-Laaben und Neulengbach im Wienerwald sowie in Stössing. Die Elsbeere hat im Laufe der Jahrhunderte viele Namen erhalten, wie beispielsweise Ruhrbirne, da die Früchte ein bekanntes Mittel gegen die Ruhr waren. Weiterhin werden oder wurden auch die Trivialnamen Alzbeere, Adler­beere, Adlitz­beere, Atlasbaum, Atlasbeere, Arisbeere, Arlesbeere, Arl­kirsche, Darmbeere, Els-Vogelbeere, Elzbeere, Elze, Frauenbeeri, Krause Else, Sauer­birl, Schöne Else, Schwei­zer Birnbaum und Wilder Sperber verwendet.
Das Holz der Elsbeere ist eines der här­tes­ten europäischen Hölzer. Es arbeitet und wirft sich beim Trocknen sehr, ist zäh und gleichzeitig elastisch. Das Holz erzielt manchmal bei passender Nachfrage hohe Preise, ist im frischen Zustand hell mit samtiger Oberfläche (Seidenholz) und dunkelt rötlich nach. Das Furnier wird für die Möbelschreinerei verwendet. Das Holz findet auch An­wendung im Holzblas­in­stru­mentenbau. Aus den Früchten wird meist Schnaps hergestellt. Dieser zeichnet sich durch eine feine Marzipan-Nougatnote aus und gehört zu den teuersten Schnäpsen der Welt. Man kann die Elsbeeren aber auch zu Marmelade verkochen. (Wikipedia)